NATURPARK-NEWSLETTER 03/2021

Stillstand? Gelähmte Zeiten? Nicht so bei uns im Naturpark. Auch in den vergangenen Wochen hat sich wieder einiges getan! Die Forchtensteiner Volksschulkinder können jetzt voll Stolz berichten, aktiv in die Naturparkarbeit involviert zu sein und trotz eingeschränkter Möglichkeiten ist es gelungen einen österlichen Einkauf der Naturpark-Produkte zu ermöglichen! Die Trüffel waren leider aus – aber wer sich eigentlich hinter „Trüffel aus Pöttsching“ verbirgt, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest. Außerdem ist die beliebte „Radmotivationsaktion“ Österreich radelt wieder gestartet, bei der auch einige Naturparkgemeinden als Veranstalter eingetragen sind und unsere ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch hat eine weitere Prise Pflanzenmagie für uns!

Naturparkpartner vor den Vorhang! – Trüffel aus Pöttsching

Seit der Ausgabe des Februar-Newsletters stellen wir euch nach und nach die vielen tollen Naturpark-Akteure vor. Heute erfahrt hier, wer sich hinter „Trüffel aus Pöttsching“ verbirgt:

„Eigentlich ist Ronny Preissegger als Christbaumproduzent tätig. Vor ein paar Jahren stand er jedoch vor einem Problem: Einige seiner Äcker waren für die Kultivierung der Nadelbäume nicht geeignet. Gemeinsam suchten Ronny und Martina nach einer Lösung. Bald fassten die beiden den Entschluss, sich auf einen Versuch einzulassen. Die Idee, Trüffel zu kultivieren war somit geboren – im Herbst 2006 folgte mit der Pflanzung der ersten Bäume bereits die Umsetzung ihres neuen Projekts. Unsere fleißige Curly, die seit 2010 unseren Familienbetrieb vervollständigt, hat Ronny selbst zum Trüffelsuchhund ausgebildet. Im Sommer 2016, nach fast genau 10 Jahren, war es dann soweit: Der erste Trüffel wurde gefunden. Seit 2018 sind unsere Burgundertrüffel nach telefonischer Vereinbarung erhältlich. Zusätzlich zum frischen Trüffel sind bei uns während der Saison auch Trüffelbutter, Trüffel in Öl und Trüffel Crème-brûlée erhältlich. Seit Sommer 2020 dürfen wir uns auch zu den Naturpark-Spezialitäten-Produzenten zählen und freuen uns, mit unseren Produkten ein Stück Naturpark repräsentieren zu können!“

Fotos: David Anselgruber

Volksschule Forchtenstein ist 30. Naturparkschule im Burgenland

Seit Mitte Februar gibt es nun 30 Naturparkschulen im Burgenland – 5 davon in unserem Naturpark! Wir freuen uns mit Schulleiterin Silke Teuschl und ihrem Team über die Zertifizierung der Volksschule Forchtenstein als Naturparkschule durch den Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ)! Das Prädikat „Naturparkschule“ oder „Naturparkkindergarten“ erhalten jene Bildungseinrichtungen der Naturparkgemeinden, welche ihr Leitbild an die vier Aufgabensäulen eines Naturparks (Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung) anpassen und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Naturparks gemeinsame Lehr- und Lernziele definieren. Durch gemeinsame Projekte, Exkursionen und interaktives Lernen in der Natur, soll die jeweilige Schutzregion für die Kinder greifbar und lebendig werden. Denn „nur was man kennt, kann man schätzen. Und nur was man schätzt, wird man schützen!“ Kaum zertifiziert, wird das erste Projekt auch schon umgesetzt: gleich nach den Osterferien wird auf dem Schulgelände eine Blumenwiese als Bienenweide für Wildbienen angelegt! Das Insektenhotel, welches alle Naturparkschulen von dem Verein „Unser Dorf“ erhalten haben (siehe Newsletter 02/2021), kommt da gerade recht!

Naturpark-Genuss-Aktion trotz Corona – eine gelungene Kooperation hat es möglich gemacht!

Am 27. März gab es die Möglichkeit Einkaufs- und Osterkörbe in der Schuhmühle in Schattendorf mit den vorzüglichen Schmankerln unserer Naturpark-Spezialitäten-Produzenten zu füllen! Während Gelegenheitsmärkte – wie ein Ostermarkt – derzeit nicht durchgeführt werden können, war es möglich einen regulären Verkauf durch die Schuhmühlen-Kolleginnen im Rahmen des „Brottages“ zu organisieren. So blieben zwar buntes Markttreiben, Kinderprogramm und der persönliche Kontakt zu den großartigen Produzenten aus, aber das wunderschön präsentierte und vielfältige Angebot und der Sonnenschein am vergangenen Samstag haben das allemal wettgemacht! Wir danken dem Mühlenteam für diese gelungene Kooperation! Mehr Eindrücke findet man auf unserer Facebook-Seite.

„Eine Prise Pflanzenmagie“  Tipps von ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch

Wie eingangs angekündigt, gibt es auch einen Tipp von unserer ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch! Sie versorgt uns monatlich mit „Einer Prise Pflanzenmagie“ im Newsletter! Diesmal geht es um die Verwendung des Veilchens!

„Viele Spaziergänger freuen sich derzeit über eine der hübschesten, wilden Frühlingspflanzen, das Veilchen. Sowohl für Mozart als auch für Kaiserin Sisi war das Veilchen die Lieblingsblume – nicht zuletzt wegen der betörenden, ätherischen Öle, die heute noch zur Parfumherstellung verwendet werden. Ja, die Nase spürt die „viola odorata“ sofort auf und außerdem erkennt man das Veilchen auch noch an den Herz förmigen Blättern, die übrigens so wie die Blüte essbar sind. Das kleine Veilchen ist außerdem eine große Heilpflanze. Blüten und Blätter können als Tee und Siriup schleimlösend und beruhigend bei Husten und Grippe wirken. Das Herumkauen auf einer Wurzel wiederum kann Babys beim Zahnen helfen. Für das Kandieren von Veilchen bin ich zu ungeduldig. Aber der Veilchenessig geht schnell und der gehört unbedingt zu meiner Frühlingsküche. Dazu fülle ich ein Schraubglas bis zur Hälfte mit Blüten und übergieße sie mit einem milden Apfelessig. Nach 2 Wochen an der hellen Fensterbank seihe ich den Blütenessig ab und mariniere damit zum Beispiel meinen „Mozartsalat“ mit Pflücksalaten, Hühnerfleisch, harten Eiern …und vielen Veilchen.“

Veranstaltungstipp: Pflanzenabenteuer „Ziguri-Walzer“, 25. April 14.Uhr, Naturpark Rosalia-Kogelberg, Treffpunkt: Forchtenstein, Hauptstrasse, Friedhofsparkplatz

Burgenland Radelt – Bis September fleißig Kilometer für die Naturparkgemeinden sammeln

Vom 20. März bis zum 30. September 2021 wird zum 3. Mal österreichweit für die Gesundheit, das Klima und viele Gewinnchancen geradelt. Und auch bei uns im Burgenland zählt jeder Kilometer! Wie das funktioniert? „Die TeilnehmerInnen registrieren sich auf https://burgenland.radelt.at/ oder in der „Österreich radelt“ App und können anschließend die Gemeinde auswählen. Alle Kilometer, die sie radeln und eintragen (entweder mit der „Österreich radelt“ App oder auf der Website) werden für die Gemeinde gezählt. Die besten Gemeinden des Burgenlandes werden im Herbst öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet. Es zählen aktive TeilnehmerInnen im Verhältnis zu den EinwohnerInnen.“ Und auch Schulen können sich im Rahmen von „Burgenland radelt zur Schule“ beteiligen! Alle Klassen, die gemeinsam mindestens 1.000 Kilometer radeln, nehmen an der Verlosung des Klassenpreises teil: ein gemeinsamer Radausflug mit Picknick! Mehr Informationen zu Burgenland radelt & Burgenland radelt zur Schule gibt es auf burgenland.radelt.at . Die Aktion wird durch die Mobilitätszentrale Burgenland betreut.