NATURPARK-NEWSLETTER 04/2021

1. Internationaler Tag der Streuobstwiesen – 30. April 2021

Streuobstwiesen sind wahre Biodiversitäts-Hotspots! Da der Erhalt dieses wertvollen Biotoptyps immer wichtiger wird, wurde auf Initiative der ARGE Streuobst und des Umweltdachverbandes hin der Tag der Streuobstwiese ins Leben gerufen! Diese ist heuer am 30.April 2021 und gleich international! Europaweit haben sich Organisationen und Verbände dieser Initiative angeschlossen um auf die Bedeutsamkeit der Streuobstwiesen für Tiere, Pflanzen und Menschen hinzuweisen! Streuobstwiesen sind wahre Biodiversitäts-Hotspots! Sie bieten nicht nur Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten von Kraut- bis Baumschicht, sondern sind auch wahre Genreserven. Auf den Streuobstwiesen, welche die Landschaft des Mattersburger Hügellandes besonders zieren, findet man nicht nur bekannte Äpfel wie Braeburn oder Elstar, sondern vor allem ganz viele alte und regionale Obstsorten. Die Äpfel, die hier wachsen, tragen besonders klangvolle Namen wie etwa „Bananenapfel“, „Wintermaschanzker“, „Geflammter Kardinal“ oder „Rote Schafnase“. Zudem stehen auf den vielen Streuobstanlagen in unserem Naturpark neben einer Vielzahl an Apfelsorten auch unsagbar viele Kirschen, Birnen, Zwetschken, Marillen und Edelkastanien sowie fast in Vergessenheit geratene Kultursorten wie die Echte Mispel, Elsbeere, Schwarze wie Weiße Maulbeere und der Speierling. Wer mehr über die Vielfalt im Naturpark erfahren möchte, kann hier weiterlesen.

Und wie bunt ist deine Streuobstwiese? –  Malwettbewerb für Kinder!

Der Naturpark Rosalia-Kogelberg nimmt den 1. Europaweiten „Tag der Streuobstwiese“ zum Anlass, einen Malwettbewerb für Kinder zwischen 3 – 11 Jahren zu veranstalten! Alle Kindergartengruppen und Volksschulklassen in den 13 Naturparkgemeinden sind aufgerufen bis zum 30. Mai 2021 ihre schönsten Streuobstwiesen-Kunstwerke an den Naturpark zu senden. Es darf gemalt, gestempelt und geklebt werden, damit viele Bilder oder Collagen entstehen die genauso vielfältig sind, wie die Streuobstwiesen selbst! Von der Blüte bis zum Apfel, dem Schmetterling, der Biene, bunten Wiesenblumen oder vielleicht sogar unserem Wappentier, der Zwergohreule?!? Zeigt uns wie bunt eure Streuobstwiesen sind! Und falls es noch ein bisschen Inspiration braucht, macht doch einen kleinen Ausflug zu den nächsten Streuobstwiesen in eurem Ort und schaut wie es dort brummt, summt und blüht!

Unter allen Einsendungen verlosen wir je einen Naturpark-Rucksack mit Gutem aus der Streuobstwiese in der Kategorie „Kindergartengruppe“ und „Schulklasse“ für ein leckeres Picknick. Die Kunstwerke werden auszugsweise auf der Homepage und der Facebookseite des Naturparks präsentiert.

Einsendungen bitte an: Naturpark Rosalia-Kogelberg / Schuhmühle/ Am Tauscherbach 1/ 7022 Schattendorf oder digital an naturpark@rosalia-kogelberg.at

Naturparkpartner vor den Vorhang – Imkerei Walter und Hansi Braunrath

Seit der Ausgabe des Februar-Newsletters stellen wir die vielen tollen Naturpark-Akteure vor. Heute erfahrt ihr etwas über die Imkerei Braunrath:
Seit 28 Jahren versorgt Walter Braunrath seine Kunden und Kundinnen schon mit dem flüssigen Gold der Bienen. Ostern 1993 wurde sein Betrieb gegründet. Gemeinsam mit seiner Frau Hansi betreibt er seine Imkerei angetrieben von der Hoffnung, mit diesem Handwerk etwas Gutes zu tun! Familie Braunrath und ihre Bienenvölker leben in Marz, mitten im Naturpark. Weil sie sich mit ihrer Umgebung sehr verbunden fühlen, war es für das Paar ein logischer Schritt, sich als Naturpark-Spezialitäten-Produzent zertifizieren zu lassen. Ihren Lieblingsplatz im Naturpark haben die beiden bei den Teichwiesen am Kogelberg. Übrigens vertreibt die Imkerei Braunrath nicht nur Honig. Auch Tinkturen, Salben und Propolis kann man hier erwerben!
Auf dieser Homepage des Naturparks findet ihr übrigens auch die Adresse und Kontaktdaten – schaut mal unter dem Menüpunkt „Genuss“ ; )

„Eine Prise Pflanzenmagie“  Tipps von ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch

Unsere ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch versorgt uns monatlich mit „Einer Prise Pflanzenmagie“ im Newsletter! Diesmal geht es um die Verwendung der Gundelrebe!

„Die kleine Wildpflanze mit ihren violetten Lippenblüten fällt erst bei genauerem Hinsehen auf. Die Gundelrebe ist für die einen lästiges Unkraut, die anderen wissen sie als hübsche, lebendige Mulchdecke zu schätzten. In jedem Fall passt zu ihr die Beschreibung „klein aber oho!“ Sie ist ein tolles Würzkraut, aromatisiert Wasser und Bowlen, denn sie schmeckt frisch angenehm pfeffrig. Sie passt in jeden Salat und Aufstrich, ergibt ein tolles Pesto und getrocknet, mit Salz vermahlen, ein herrliches Kräutersalz. Die Gundelrebe zählt zu den so genannten «Gundkräutern». „Gund“ ist ein altes Wort und bedeutet  „Eiter“ und „Gift“. Eitrige Wunden zu heilen und Gifte wie zum Beispiel Schwermetalle aus dem Körper zu leiten gehört auch zur Hauptaufgabe der Pflanze. Die Büchsenmacher und Maler haben früher Gundelreben-Tee getrunken, um  Blei aus dem Körper auszuschwemmen.
Mein Tipp: Wenn Sie zu den Menschen gehören, die Medikamente nehmen müssen, trinken Sie immer wieder Gundelrebe-Tee; um damit die im Körper verbleibenden Giftstoffe auszuleiten. Das in den Blättern enthaltene Öl tut auch der Haut gut und in Kombination mit Efeu lässt sich mit der Gundelrebe ein straffendes Hautöl und Peeling herstellen. Dazu fülle ich ein Glas bis zur Hälfte mit Gundelrebe und Efeublätter und übergieße alles mit Mandelöl. Nach 2 Wochen Stehzeit an der hellen Fensterbank seihe ich das Öl ab, gebe dann grobes Salz, etwas Honig und ein paar Tropfen vom ätherischen Öl der Grapefruit  dazu und genieße – am liebsten vor der Sauna- ein erfrischendes Peeling.“

Und hier noch allerhand Wissenswertes über die Gundelrebe und manch andere Pflanze in unseren Wiesen und Wäldern verpackt in eine kleine Liebesgeschichte:

Ein Herz für Gundi

– mit dem neugierigen Edgar in der Hauptrolle