NATURPARK-NEWSLETTER 05/2021

Im Naturpark herrscht aktuell nicht nur auf den Wander- und Radwegen und im Rahmen der wieder möglich gewordenen Exkursionen reges Treiben. Auch in den Naturparkschulen und –Kindergärten ist allerhand los! Berichte dazu sowie eine weitere Naturparkpartnerin „vor dem Vorhang“ und gleich zwei Rezepte unsere ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch in diesem Newsletter…

Es darf wieder gemeinsam erkundet werden!

Und weil wir uns so sehr darüber freuen, stehen die Veranstaltungsankündigungen ausnahmsweise mal ganz oben im Newsletter!

Vom 25. – 17. Juni gibt es die Möglichkeit, die Naturparke Rosalia-Kogelberg und Neusiedler See – Leithagebirge sowie den Nationalpark Neusiedler See im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „3 Parks, 3 Tage, 4 Jahreszeiten“ zu erkunden! Pro Park wird eine geführte Halbtages-Radtour zu attraktiven Highlights mit Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt inklusive regionaler Jause angeboten! Jede Tour ist auch einzeln buchbar. Alle Details auf www.neusiedlersee.com oder hier auf unserer Homepage !

Naturparkerlebnisse im Juni:

  • 18.06. 14:00 – 16:00 Schattendorf: Bienenerlebnisführung mit Bioimker H. Grafl
  • 18.06. 17:00 – 19:00 Forchtenstein: Waldbaden mit Bianca Forstik
  • 25.06. 19:00 – 21:00 Forchtenstein: Mystisches Vollmondritual mit Helmut Löffler
  • 26.06. 09:00 – 12:00 Rohrbach: Sammeln von Wildpflanzen-Saatgut mit Harald Schau
  • 27.06. 15:00 – 18:00 Marz: Familiennachmittag in der Werkstatt Natur

Naturparkpartner vor den Vorhang – Naturvermittlerin Bianca Forstik

Seit der Ausgabe des Februar-Newsletters stellen wir die vielen tollen Naturpark-Akteure vor. Heute erfahrt ihr etwas über die Naturvermittlerin Bianca Forstik :

„Bianca Forstik ist gebürtige Forchtensteinerin und bietet bereits seit einigen Jahren im Naturpark Waldbaden und Qigong im Wald an. Mit ihrer Firma Live now – bewusst im Hier und Jetzt – ist sie im Bereich des Stressmanagements und der Burn-out Prävention tätig mit Kursen und Workshops zu Entspannung und Achtsamkeit, Meditation, Qigong und Waldbaden. Ihr Angebot richtet sich aber an jede/n, die/der auf der Suche nach Ausgleich und etwas Ruhe im Alltag ist, entspannen und bei sich selbst ankommen möchte. Vor allem draußen in der Natur, im Wald, durch das Grün der Bäume und die natürliche Geräuschkulisse können Körper und Geist zur Ruhe finden. „In Verbindung mit angeleiteten Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen sowie Qigong kann man sich vollkommen fallen lassen und wahre Momente der Erholung finden.““
Fotos: Bianca Forstik

Nächster Termin im Naturpark: 18.06.2021, 17:00-19:00 Waldbaden in Forchtenstein
Anmeldung möglich unter www.livenow.at oder per Mail an office@livenow.at

„Früher war alles später“ –
Landesweite Tagung zu  Biodiversität und Klimawandel

Die landesweite Tagung zum Thema „Klimawandel und Biodiversität“ – „Früher war alles später“ der ARGE Naturparke Burgenland/ c/o Regionalmanagement Burgenland wird am am 15. Juni 2021 von 09:00 bis 15:00 Uhr im Ambiente des wunderschönen Meierhofs in der Naturparkgemeinde Pöttsching stattfinden!

„Die sechs burgenländischen Naturparke weisen eine hohe Biodiversität mit zahlreichen
unterschiedlichen, besonders wertvollen Lebensraumtypen auf. Doch wie können der Wert und die Bedeutung dieser Lebensräume an Kinder und an Erwachsene vermittelt werden? Diese im Rahmen des ELER-Projekts „Bewusstseinsbildung über den Wert der Biodiversität in den Burgenländischen Naturparken“ ausgerichtete Praxistagung zeigt Beispiele für Biodiversität zum Mitmachen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein. Und weil das Burgenland heuer seinen 100sten Geburtstag feiert, wird die „Resl-Tant“ immer wieder ihren Senf dazu geben. Lassen Sie sich überraschen!“

Das Angebot richtet sich an Naturpark-Verantwortliche, NaturvermittlerInnen, PädagogInnen, Naturparkgemeinden, Naturschutzorgane, Naturparkspezialitätenbetriebe sowie weitere InteressensvertreterInnen. Anmeldung: Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen ist die TeilnehmerInnenzahl mit 50 limitiert. Bitte um Anmeldung bis 11.06.2021 per Mail an naturpark@rmb.at, Die Teilnahme ist kostenlos.

Tag der Artenvielfalt – Landschaften voller Baukünstler

Der Aktionstag des VNÖ ist trotz erschwerter Unterrichtbedingungen auf großes Interesse gestoßen! Alle Naturparkschulen und –Kindergärten haben heuer mitgemacht und sich mit Schmetterling, Honigbiene, Spinne & Co beschäftigt! Während die „jüngste“ Naturparkschule Forchtenstein auf Entdeckertour durch den Wald gegangen ist, haben die Kindergartenkinder in Sieggraben Baumeister wie Ameisen in ihrem Garten beobachtet. Und dass Baukünstler auch zeitweise im Klassenzimmer erforscht werden können, hat u.a. die Naturparkschule Draßburg mit der täglichen Beobachtung von Distelfalter-Raupen gezeigt. Zum Zeitpunkt der Flugfähigkeit wurden die Falter dann selbstverständlich in ihre natürliche Umgebung entlassen.
Foto: Naturparkschule Drassburg Baumgarten: Klasse 1a vor der Freilassung von Distelfaltern

Der Naturpark ist Bohnen-Reich!

Für Jung und Alt wird im Naturpark aktuell an spannenden Angeboten rund um die Bohne getüftelt! Im Mai konnten in Kooperation mit dem „BOHNA VISTA local hub“ – Biobohnenbauer Harald Strassner, ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch und „Ponzichter“ Roland Pöttschacher –alle Naturparkschulen & -Kindergärten mit Bohnen und einem spannenden Begleitheft rund um das Thema Bohne beliefert werden. Die Imkerei und Bohnenzüchterinitiative von Roland Pöttschacher aus Loipersbach war im Mai übrigens österreichweiter Naturpark-Betrieb des Monats!
Das „Bohnen-Infoheft“ mit Tipps zu Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung samt Rezepten und einem Bohnen-Märchen finden Interessierte übrigens zum Download auch auf unserer Homepage.  Es ist der erste Beitrag vom neu gegründeten „Bohna Vista local hub“ zu einer viel versprechenden Zusammenarbeit mit dem Naturpark Rosalia Kogelberg. Die Vorbereitungen zum internationalen „Fest der Bohne“ im kommenden Jahr laufen bereits und so viel darf vorab verraten werden: Vielleicht leisten Bohnen demnächst einen lukullischen Beitrag zum „ Geschmack Europas“, wachsen im Naturpark Rosalia schon bald die himmelblauen Bohnen der Kräuterhexe und das erste „Bohna Vista -Bier“ kann verkostet werden. Bis es soweit ist, hat Uschi Zezelitsch eigens für den Naturpark ein zauberhaftes Bohnenstrudel mit dem Namen „BOHNA Rosalia“ kreiert:
Für die Fülle werden 1 großer Kaffeebecher Granberry-Bohnen von“Terra Rosalia“/Harald Strassner 24 Stunden in Rosé-Wein eingeweicht und danach weich gekocht. Danach wird eine Zimtstange in der Pfanne ohne Fett geröstet,  4 gepresste Knoblauchzehen und 1 kleine, gehackte rote Zwiebel in Olivenöl und 1 kleine Chilischote ( ganz) angeschwitzt. Jetzt kommen die Bohnen dazu und gleich danach ¼ Liter Paradeisersauce , 1 ELgehacktes Bohnenkraut und 1 EL gemahlener Kreuzkümmel. Mit 1 TL braunem Zucker, etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse etwas auskühlen lassen, mit 1 Hand voll Semmel- oder Brotwürfel und einem halben Becher Frischkäse vermengen und eine1/2 Stunde rasten lassen. Das Backrohr vorheizen, die Fülle in der Mitte eines Strudelteigs platzieren, Strudel einrollen, mit Ei bestreichen und ca 20 Minuten bei 180 Grad C. backen.

Kindergarten Rohrbach auf Entdeckertour im Obstsortengarten

Alles rund um das Thema Streuobstwiese stand am 28. Mai auch auf dem Programm des Naturparkkindergartens Rohrbach! Bei einer gemeinsamen Exkursion zum Obstsortengarten Rohrbach haben sich 40 Kinder zwischen 4 und 6 Jahren spielerisch mit dem Lebensraum Streuobstwiese auseinandergesetzt.
Foto: Martina Nemeth

„Eine Prise Pflanzenmagie“ – Tipps von ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch

„Ringel Ringel Reihe,
wir sind der Kinder dreie,
wir sitzen unterm Hollerbusch
und rufen alle: husch husch husch!“

„Verspätet aber nicht weniger magisch ziehen uns die Holunderbüsche wieder in ihren Bann. Auch der Naturpark Rosalia Kogelberg hat sein duftiges, creme-weißes Kleid  über gezogen. Wo einer alten Legende nach Frau Holle wohnt und der Eingang zu ihrem Reich unter der Erde liegt, zupfen dieser Tage wieder viele Menschen die eine oder andere cremefarbige Blüte in ihren Korb. Die Zeit der Holunderblüte freut groß und klein und sorgt für Betriebsamkeit in den Küchen. Während unverbesserliche Gartenbesitzer jedes Jahr aufs Neue den Kampf mit dem Holunderbusch aufnehmen, zieht man – vor allem in den nordischen Ländern – noch immer aus Ehrerbietung den Hut, wenn man am Holunder vorbei geht. “Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll”, erklärt eine alte Weisheit.
Tatsächlich nutze auch ich alle Teile dieser alten Heilpflanze – wenn auch ganz unterschiedlich, denn nicht alle Teile sind essbar. Während die Blüten nicht nur gebacken und gezuckert sondern auch als Sirup und Likör schmecken und schmerzlindernd und fiebersenkend bei Grippe wirken können, verwende ich den grünen Bast unter der Rinde und sie Blätter zur Herstellung einer Salbe bei schrundiger Haut und die schwarzen Beeren, entsaftet oder getrocknet zur Stärkung des Immunsystems und gegen Verstopfung.

Eines meiner Lieblingsrezepte ist der alten Erdgöttin Holle gewidmet:
Mein märchenhafter Holunderblüten- Likör. Pflücke 2 Hände voll Blüten an einem trockenen, sonnigen Tag und fülle damit ein Einmachglas bis gut zur Hälfte. Lege 3 Scheiben einer Bio-Orange, eine aufgeschlitzte Vanilleschote und eine kleine Zimtstange hinein, gib 1 kleinen Becher Honig oder Zucker dazu und fülle das Glas mit Vodka auf. Nach 3 Monaten Ruhezeit an der hellen Fensterbank kann der fertige Likör „Frau Holle“ abgeseiht und in Flaschen gefüllt werden.“
Fotos: Uschi Zezelitsch