Gefahr für den Weinbau: Augen auf im Weingarten
Ein kleiner Schädling sorgt derzeit bei Winzerinnen und Winzern in ganz Österreich für zunehmende Besorgnis: die Amerikanische Rebzikade. Nicht die Insekten selbst ist das große Problem, jedoch sind sie die Überträger der nicht zu heilenden Goldgelben Vergilbungskrankheit (Grapevine Flavescence dorée), die für den Weinbau eine erhebliche Gefahr darstellt.
Da sich die adulte Amerikanische Rebzikade durch ihre Flugfähigkeit rasch ausbreiten kann, ist eine frühzeitige Erkennung möglicher Krankheitsfälle besonders wichtig.
Die Goldgelbe Vergilbungskrankheit ist melde- und quarantänepflichtig, um eine großflächige Ausbreitung zu verhindern müssen also schnellstmöglich die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.
Nähere Informationen zur richtigen Vorgehensweise bei einem Verdacht auf die Krankheit findet ihr bei der Landwirtschaftskammer Burgenland unter https://bgld.lko.at/goldgelbe-vergilbung-der-rebe-und-amerikanische-rebzikade+2400+4435239.
Zum Monitoring der Amerikanischen Rebzikade können gelbe Klebefallen ausgehängt
werden (Ende Juni – Anfang Juli). Um zu prüfen, ob der Überträger in einem bestimmten
Bereich bereits aufgetreten ist, kann beim Pflanzenschutzwarndienst eingesehen werden
(https://www.insect-watch.at/)
Erste Kennzeichen der Goldgelben Vergilbungskrankheit sind folgende:
– Verfärbung der Blätter (rot bei Rotweinsorten; gelb bei Weißweinsorten)
– Einrollen der Blätter nach unten hin
– Fehlende Fruchtbildung bzw. absterben der Beeren
– Triebe verholzen nicht – bleiben eher „gummiartig“
Durch regelmäßige Kontrollen und eine rasche Meldung von Verdachtsfällen leisten alle Weinbaubetriebe und Privatweingartenbesitzer*innen einen wichtigen Beitrag, die Ausbreitung dieser gefährlichen Rebkrankheit einzudämmen und unsere Weingärten nachhaltig zu schützen.
Bildnachweise: https://www.ages.at/pflanze/pflanzengesundheit/schaderreger-von-a-bis-z/flavescence-doree


